Preisträger 2012

Spülverfahren entfernt Asseln aus Trinkwasserleitungen

Diplom-Ingenieur Michael Scheideler von der Scheideler Verfahrenstechnik GmbH und Dr. Günter Gunkel von der Technische Universität Berlin haben ein Verfahren entwickelt, das Wasserasseln und deren Ausscheidungen aus Trinkwasserleitungen beseitigt. Denn diese und andere wirbellose Kleinstiere bevölkern oft unbemerkt die Trinkwasserversorgung, was hygienische und ästhetische Problematiken mit sich bringt. Hier schafft das im Projekt entwickelte CO2-Spülverfahren verlässlich und ökologisch unbedenklich Abhilfe. Mit Kohlendioxid betäubt und um ihren Klammerreflex gebracht werden die Kleinstlebewesen samt anderen Ablagerungen abschnittsweise aus dem Leitungssystem gespült. Am Ende der Spülstrecke wird das Wasser über den eigens entwickelten Niederdruck-Hochdurchsatz-Filter geleitet und der Erfolg der Spülaktion zuverlässig dokumentiert.

Ganzheitlich-systematische Dienstleistungsentwicklung im Handwerk

Die Innovation von Harald Scharrenbach von der Scharrenbach & Thelen GmbH und Ewald Heinen, Dr. Giuseppe Strina und Uwe Otto vom Institut für Technik der Betriebsführung (itb) im Deutschen Handwerksinstitut e.V. besteht in der Übertragung des Konzepts der ganzheitlichen systematischen Dienstleistungsentwicklung ins Handwerk. Angeleitet durch die Wissenschaftler gelang es dem Unternehmen für Metallbau, Fassaden- und Sicherheitstechnik ein innovatives Dienstleistungspaket rund um die Nutzungsverlängerung von Gebäuden und Einrichtungen zu entwickeln. Mit seinen produktnahen Angeboten etablierte sich das Unternehmen als Komplettanbieter und A-Lieferant für öffentliche Auftraggeber: Von der Planung über die Beratung, die Bauausführung bis zum Service wird beste Qualität aus einer Hand geboten.

Beschusssicheres Fenster mit Eichenholzrahmen

Der Bedarf an Objekt- und Personenschutz wächst, aber sicherheitsrelevante Einrichtungen finden sich häufig in architektonisch anspruchsvollen und denkmalgeschützten Gebäuden. Eduard Brammertz von der Brammertz Schreinerei GmbH und Prof. Dr. Johannes Gartzen von der Fachhochschule Aachen lösen diesen Zwiespalt mit ihrem beschusssicheren Fenster Secure V-Tec. Mit ihm ist erstmalig ein Sicherheitsfenster mit zertifiziertem Glas und Eichenholzrahmen auf dem Markt, das höchste Sicherheitsansprüche und aktuelle Wärmeschutzanforderungen mit größter Gestaltungsfreiheit vereint. Das handwerklich gefertigte Fenster ist flexibel einsetzbar und weist alle ästhetischen Vorzüge, die natürliche Haptik und den Komfort eines Holzfensters auf.