Preisträger 2013

Ein Katamaran, der sich auf fast die Hälfte der Breite zusammenschieben lässt

Zimmerermeister Gerhard Euchenhofer, FUTURA Yacht Systems aus Weilheim / Teck, entwickelte mit Berthold Karrais, Chef-Ingenieur der Steinbeis Flugzeug- und Leichtbau GmbH Stuttgart, einen variablen Katamaran. Katamaransegler bekommen aufgrund der Breite kaum Liegeplätze in engen Häfen. Außerdem sind Kanaltauglichkeit und Schleusenfähigkeit begrenzt. In enger Kooperation mit der Steinbeis Flugzeug- und Leichtbau GmbH entwickelte Euchenhofer einen Breitenverstellmechanismus. Die Rümpfe verschwinden dank ausgefeilter Hydraulik beim Zusammenschieben fast komplett unter der Gondel, so dass der Katamaran dann in der Breite statt 8 nur noch 4,80 Meter misst. Dies verringert zudem die Betriebs- und Unterhaltkosten deutlich.

Bessere Rührergebnisse bei Biogasanlagen durch innovatives Paddel

Feinwerkmechanikermeister Stefan Steverding von der S. Steverding GmbH aus Stadtlohn tüftelte mit den Maschinenbau-Professoren Hans-Arno Jantzen und Klaus Baalmann, Fachhochschule Münster, ein effizientes Paddel-Rührwerk für Biogasanlagen aus. In Behältern mit bis zu 27 Meter Durchmesser mischen Rührwerke unterschiedliche Substrate aus tierischen Exkrementen (z.B. Gülle) und Energiepflanzen. Durch Vergärung dieser Biomasse entsteht Biogas. Wegen steigender Rohstoffpreise werden immer günstigere Rohstoffe wie Grassilage und Abfallstoffe eingesetzt. Dies verlangt eine Anpassung des Rührverhaltens. Mittels aufwändigen Strömungs- und Viskositätsberechnungen der FH Münster wurde eine optimale Geometrie des Rührpaddels gefunden. Dadurch ist die Durchmischung schonender und effizienter: Es wird Strom gespart und die Gasausbeute optimiert.

Scnelleres Verschweißen von Bolzen und Werkstück dank neuer SRM-Technik

Elektromechanikermeister Heinz Soyer jun. hat das Hubzündungsbolzenschweißen im radialsymmetrischem Magnetfeld weiterentwickelt. Tatkräftig unterstützt wurde die Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik GmbH aus Wörthsee dabei von Prof. Dr.-Ing. Jochen Schein von der Universität der Bundeswehr München und Prof. Dr.-Ing. Heidi Cramer von der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt SLV München. Bei dieser Fügetechnik werden Bolzen und Werkstück unter Stromfluss miteinander verschweißt. Durch eine neue Antriebs- und Stromquellentechnik, nämlich der Anwendung von Magnetfeldern in Kombination mit Schutzgasen (SRM-Technik), kann beim Verschweißen größerer Bolzendurchmesser (> 10 mm) auf den bisher nötigen Keramikring verzichtet werden. Dadurch wird Zeit gewonnen und die neue Fügetechnologie verringert das Verziehen von Bolzen und Blech.

Sonderpreis für Professor Johann Löhn

Anlässlich des 25. Seifriz-Preis-Jubiläums erhielt Professor Johann Löhn für seine Tätigkeit als Juryvorsitzender einen Ehrenpreis. Die Statue wurde ihm von Peter Hofelich, dem Landesbeauftragten für Handwerk, übergeben. Prof. Löhn übt dieses Amt seit Anbeginn des Preises ohne Unterbrechung aus.