Preisträger 2014

Mit Qualität nicht zufrieden: Bessere Oberflächen durch neue Sandstrahlanlage

Feinwerkmechanikermeister Ronny Bernstein von der BMF GmbH aus Grüna entwickelte mit Prof. Dr.-Ing. Eberhard Köhler, Leiter des Steinbeis-Innovationszentrums Chemnitz, die völlig neuartige Sandstrahlanlage „Twister“ zur energieeffizienten und automatisierten Oberflächenbearbeitung von metallischen Kleinteilen. Steinbeis forschte an der Schaufelradgeometrie. Gemeinsam verbesserten sie die Anordnung der Funktionselemente und deren Kinematik. Die Drehteller der zentral angetriebenen Satelliten-Aufnahme der Werkstücke rotieren dabei kegelförmig. Somit kann eine optimale Oberfläche – einschließlich Unterseiten – durch gleichmäßigen Strahlgutbeschuss erzielt werden. Mit Hilfe dieser Erfindung sind die bisherigen kleinen Handstrahlanlagen mit hohem manuellen und energetischen Aufwand und unterschiedlicher Qualität nun passé.

Höchste Ansprüche als Vorgabe: Spezial-Lampen für klinisch reine Räume

Elektromeister Friedrich Fischer von der Fischer Elektro- und Beleuchtungstechnik GmbH aus Sindelfingen erkannte, dass es keine speziellen Leuchten für Reinräume in Kliniken, Forschungsinstituten und pharmazeutischen Firmen gab. In enger Kooperation mit Projektleiter Frank Bürger und seinem Team vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart ist es ihm als erstem Unternehmen weltweit gelungen, ein den Vorschriften entsprechendes, nachweislich absolut sicheres Produkt für höchste Ansprüche im Reinraumbereich zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Diese Lampen sind mit antibakteriellen Dicht- und Klebestoffen, chemisch beständigen Pulverlacken sowie ausgasungs- und silikonfreien Materialien ausgestattet. Toller Nebeneffekt: die LEDs verbrauchen im Vergleich zu anderen Anbietern deutlich weniger Energie.

Gesetzesänderung machte es nötig: Neue Brennkammer für historische Öfen

Ofen- und Luftheizungsbauer Stefan Dehn aus Leisel stellte mit seinem wissenschaftlichen Partner Dr.-Ing. Mohammad Aleysa vom Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) in Stuttgart eine kompakte Brennkammer her, die in kleine, historische Ofengehäuse und Feuerräume eingebaut werden kann. Durch eine Gesetzesänderung zur Einhaltung der Abgasgrenzwerte können Öfen mit Baujahr vor 1950 ab 2015 nicht mehr angeschlossen werden. Daher entwickelten die Partner zusammen eine gesetzeskonforme und effiziente Brennkammer auf neuestem Stand der Technik, die in alte und auch neue Öfen integriert werden kann. Dank dieser Innovation verschwindet der historische Ofen sowohl als Handwerk als auch als Kulturgut nicht von der Bildfläche.